Datenbeschädigung – beschädigte Dateien und Dateisysteme retten
Beschädigte Dateien, RAW-Dateisysteme, leere Ordner oder Formatierungsaufforderungen bedeuten nicht automatisch, dass die Daten verloren sind. Wichtig ist, vor jeder Reparatur zuerst den technischen Zustand zu sichern.
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Wichtig: CHKDSK und automatische Reparaturen können beschädigte Strukturen verändern oder Fragmente als „verloren“ entfernen. Bei wichtigen Daten zuerst ein Image erstellen.
Woran Sie Datenbeschädigung erkennen
Dateien öffnen nicht
Fehlermeldungen, leerer Inhalt oder beschädigte Dateiköpfe.
RAW-Dateisystem
Das ursprüngliche Dateisystem wird nicht mehr korrekt erkannt.
Formatierungsaufforderung
Windows oder macOS erkennt die Struktur nicht mehr.
Ordner leer oder verschwunden
Speicherplatz ist belegt, aber Verzeichnisse fehlen.
Fotos und Videos beschädigt
Farbbalken, halbe Bilder, Abspielabbrüche oder fehlende Frames.
Explorer friert ein
Häufig Hinweis auf defekte Sektoren oder instabile Speicherbereiche.
Häufige Ursachen
Logische Dateisystemfehler
Absturz, unsicheres Entfernen, Stromausfall, fehlerhafte Updates oder beschädigte Metadaten.
Defekte Sektoren auf HDD
Schwache Köpfe oder Oberflächenprobleme können Dateien teilweise unlesbar machen.
SSD-, NAND- oder Controllerfehler
Instabile Flash-Zellen und Controllerprobleme können Datenblöcke verfälschen oder unzugänglich machen.
Überschreibung oder falsche Reparatur
Neuformatierung, CHKDSK oder weitere Nutzung können ursprüngliche Strukturen überschreiben.
Was Sie jetzt tun sollten
Richtig handeln
- Datenträger nicht weiter beschreiben.
- Bei Hängern oder Geräuschen ausschalten.
- Vor Reparatur ein Image erstellen lassen.
- Fehlermeldungen und Verlauf notieren.
Unbedingt vermeiden
- Keine Formatierung bestätigen.
- Kein CHKDSK auf Verdacht.
- Keine automatische Datenträgerreparatur.
- Keine neuen Dateien speichern.
So bearbeiten wir Datenbeschädigungen
Analyse
Hardwarezustand, Dateisystem und Verschlüsselung werden geprüft.
Imaging
Lesbare Bereiche werden sektorweise oder als Rohdaten gesichert.
Rekonstruktion
Partitionen, Ordnerstrukturen und Dateieinträge werden neu aufgebaut.
Dateiprüfung
Gefundene Dateien werden auf technische Verwendbarkeit geprüft.
Was kann bei beschädigten Dateien wiederhergestellt werden?
Je nach Schaden lassen sich vollständige Dateien, Teilbereiche oder nur Rohdatenfragmente rekonstruieren. Bei Fotos und Videos können beschädigte Container oder Header repariert werden. Fehlen jedoch zentrale Nutzdaten oder wurden Bereiche überschrieben, bleiben Dateien unvollständig.
Keine falschen Versprechen: Ein sichtbarer Dateiname bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Dateiinhalt intakt ist. Entscheidend ist die Prüfung der tatsächlichen Datenblöcke.
Kosten
Bei technisch stabilen Datenträgern handelt es sich häufig um logische Fälle. Liegt zusätzlich ein Hardwaredefekt vor, gelten die Preisrahmen für HDD, SSD oder Flash-Speicher.
Logischer HDD-Fall
150 bis 450 €
SSD-Datenrettung
400 bis 2.400 €
USB- und SD-Flash
150 bis 950 €, Monolith 500 bis 2.000 €
Ersteinschätzung und Analyse: Die einfache Ersteinschätzung ist kostenfrei und dient der ersten Orientierung. Für einen belastbaren technischen Kostenrahmen ist die erweiterte Analyse erforderlich. Sie kostet bei privaten HDDs 150 €, bei SSDs und Flash-Speichern 200 €, bei bereits geöffneten Festplatten 350 € und bei Firmenkunden mit priorisierter Bearbeitung ab 250 €. Bei Beauftragung wird die Analyse vollständig auf die Datenrettung angerechnet.
Häufige Fragen zu Datenbeschädigungen
Mein Laufwerk verlangt Formatierung – soll ich zustimmen?
Soll ich CHKDSK ausführen?
Können beschädigte Fotos repariert werden?
Können beschädigte Videos repariert werden?
Kann Datenbeschädigung auf Hardwaredefekte hindeuten?
Warum sollte zuerst ein Image erstellt werden?
Was kostet die Wiederherstellung?
Was passiert, wenn keine Daten gerettet werden können?
Dateien beschädigt oder Laufwerk zeigt RAW?
Erst sichern, dann reparieren.