SpeedyPC Data Recovery Service – Datenrettung in Ulm
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Partnerprogramm: IT-Dienstleister & Fachhändler erweitern ihr Angebot um professionelle Datenrettung – mit unserem Labor im Hintergrund.

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RAID · NAS · Server · Firmen-Datenrettung

RAID Datenrettung für NAS- und Server-Systeme

Wenn ein RAID-Verbund, NAS oder Server ausfällt, entscheidet das weitere Vorgehen darüber, ob vorhandene Datenstrukturen erhalten bleiben. Wir analysieren und rekonstruieren RAID-Systeme im eigenen Datenrettungslabor in Illertissen bei Ulm – kontrolliert, dokumentiert und ohne Reparaturversuche auf dem laufenden Originalsystem.

Wir bearbeiten unter anderem RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6, RAID 10, Synology SHR, ZFS RAID-Z, JBOD, Storage Spaces sowie Hardware-RAIDs von Servern und Storage-Systemen. Dabei werden sowohl physisch beschädigte Laufwerke als auch RAID-Geometrie, Dateisysteme, virtuelle Maschinen und Datenbanken berücksichtigt.

Geschäfts- und Serverfälle priorisiert · Persönliche Abgabe ohne Termin · Bundesweite Einsendung möglich

Bei RAID-Ausfall sofort beachten

Der größte zusätzliche Schaden entsteht häufig erst durch einen falschen Rebuild, eine Neuinitialisierung oder Schreibzugriffe nach dem ersten Ausfall.

  • Keinen weiteren Rebuild oder Resync starten
  • Keine neue RAID-Konfiguration anlegen
  • Keine Reparaturfunktion oder Dateisystemprüfung ausführen
  • Laufwerke vor Ausbau nach Schachtposition beschriften
  • System kontrolliert herunterfahren und unverändert lassen
Eigenes Labor in Deutschland Analyse und Rekonstruktion direkt bei SpeedyPC in Illertissen.
Images vor Rekonstruktion Virtueller Aufbau auf sektorweisen Abbildern, soweit technisch möglich.
HDD- und SSD-Arrays Physische Laufwerksfehler und logische RAID-Strukturen gemeinsam betrachtet.
Seit 2002 Persönlicher Ansprechpartner für Unternehmen, IT-Partner und Privatkunden.

Wichtig: Meldet ein NAS oder Server „degraded“, „failed“, „inactive“, „foreign configuration“, „Volume abgestürzt“ oder „Pool nicht verfügbar“, sollten ohne aktuelles Backup keine weiteren automatischen Reparaturen gestartet werden. Ein Rebuild liest alle verbliebenen Laufwerke dauerhaft und schreibt neue Parität oder Spiegelinhalte. Bei einer weiteren schwachen Platte kann dadurch aus einem begrenzten Fehler ein vollständiger Ausfall werden.

Was Nutzer bei einem RAID-Ausfall wirklich wissen müssen

Ein RAID-Ausfall ist nicht nur ein Defekt einzelner Festplatten oder SSDs. Zusätzlich muss geklärt werden, wie die Nutzdaten im Verbund verteilt wurden. Je nach System sind Laufwerksreihenfolge, Stripe- oder Chunk-Größe, Paritätsalgorithmus, Start-Offset, Event Counter, Metadatenstand, Cache-Zustand und Dateisystem entscheidend.

Bei RAID 5 und RAID 6 liegen Dateien nicht vollständig auf einem einzelnen Datenträger. Die Datenblöcke und Paritätsinformationen verteilen sich über den gesamten Verbund. Bei RAID 1 sind Laufwerke zwar gespiegelt, können nach einem Ausfall oder fehlerhaften Rebuild aber unterschiedliche Datenstände oder mitgeschriebene Beschädigungen enthalten. Auch ein vermeintlich einfaches Spiegel-RAID muss deshalb technisch geprüft werden.

NAS wird nicht mehr erkannt

Synology, QNAP, WD, Netgear oder ein anderes NAS startet nicht, meldet ein abgestürztes Volume oder zeigt Freigaben leer an.

RAID ist degraded oder failed

Ein oder mehrere Laufwerke wurden aus dem Verbund entfernt, ein Rebuild ist abgebrochen oder das Array wird als fremd erkannt.

Server und VMs stehen

Hyper-V, VMware, Datenbanken, Benutzerfreigaben oder geschäftskritische Anwendungen sind nach Storage-Ausfall nicht mehr verfügbar.

RAID ist keine Datensicherung: Ein RAID kann je nach Level die Verfügbarkeit erhöhen oder Ausfälle einzelner Datenträger abfangen. Es schützt jedoch nicht vor versehentlichem Löschen, Ransomware, defektem Controller, Überspannung, mehreren Laufwerksausfällen, fehlerhaftem Rebuild oder beschädigtem Dateisystem.

RAID-Level und ihre Bedeutung für die Datenrettung

Das RAID-Level bestimmt, wie Daten und Redundanz verteilt sind. Für die Rekonstruktion reicht die Bezeichnung allein jedoch nicht aus: Hersteller können unterschiedliche Metadaten, Paritätsrotationen und Offsets verwenden.

RAID 0 Striping ohne Redundanz

Alle Datenträger werden für den vollständigen Datenstrom benötigt. Fällt ein Laufwerk aus, fehlen in regelmäßigen Abständen Datenblöcke. Die Qualität hängt stark davon ab, wie vollständig das defekte Mitglied ausgelesen werden kann.

RAID 1 Spiegelung

Zwei oder mehr Laufwerke enthalten grundsätzlich denselben Datenbestand. In der Praxis können jedoch unterschiedliche Aktualität, mitgeschriebene Dateisystemfehler, schwache Köpfe oder bereits überschriebene Bereiche vorliegen.

RAID 5 Eine Parität

Der Ausfall eines Mitglieds ist vorgesehen. Kritisch wird es, wenn während des Rebuilds eine zweite Platte Lesefehler zeigt oder bereits zuvor unbemerkt aus dem Verbund gefallen war.

RAID 6 Zwei Paritäten

Zwei Laufwerksausfälle können rechnerisch toleriert werden. Trotzdem können fehlerhafte Rebuilds, inkonsistente Metadaten, mehrere schwache Laufwerke oder Dateisystemschäden eine manuelle Rekonstruktion erforderlich machen.

RAID 10 Spiegelung und Striping

Entscheidend ist, welche Laufwerke Spiegelpaare bilden und welcher Datenstand aktuell ist. Mehrere Ausfälle können je nach Verteilung harmlos oder vollständig kritisch sein.

JBOD Zusammengefasste Datenträger

Es existiert keine Parität. Dateien oder Dateisystemstrukturen können über Laufwerksgrenzen verteilt sein. Bei Ausfall eines Mitglieds muss geprüft werden, welche Bereiche betroffen sind.

SHR Synology Hybrid RAID

SHR kombiniert Linux-RAID und LVM-Strukturen flexibel. Für die Rekonstruktion werden mdadm-Metadaten, Partitionslayout, LVM und Btrfs oder ext4 gemeinsam ausgewertet.

RAID-Z ZFS-Pools

ZFS arbeitet mit Vdevs, Checksummen, Copy-on-Write und Resilver-Prozessen. RAID-Z1, RAID-Z2 und RAID-Z3 unterscheiden sich technisch von klassischem RAID 5 oder RAID 6.

Typische Schadensbilder bei RAID, NAS und Server

Ein ausgefallenes Array kann mehrere Fehler gleichzeitig enthalten. Deshalb wird nicht nur die sichtbare NAS- oder Controller-Meldung betrachtet, sondern jedes Laufwerk und jede logische Ebene einzeln geprüft.

Fehlgeschlagener Rebuild oder Resync

Eine Ersatzplatte wurde eingesetzt, doch beim Wiederaufbau treten Lesefehler auf einem weiteren Mitglied auf. Der Rebuild bricht ab oder schreibt einen unvollständigen beziehungsweise inkonsistenten Datenstand.

Mehrere ausgefallene Laufwerke

Eine Platte ist mechanisch defekt, eine weitere zeigt schwache Sektoren oder wurde vom Controller vorsorglich als „failed“ markiert. Auch scheinbar tote Mitglieder können noch wichtige Restbereiche enthalten.

Controller- oder NAS-Defekt

Nach Mainboard-, Netzteil- oder Controllerwechsel erscheint das Array als „foreign“, „inactive“ oder unkonfiguriert. Die Rekonstruktion kann häufig unabhängig von der ursprünglichen Hardware erfolgen.

Neuinitialisierung oder falsche Konfiguration

Das RAID wurde versehentlich neu erstellt, die falsche Laufwerksreihenfolge bestätigt oder ein Volume gelöscht. Dadurch können Metadaten und erste Dateisystembereiche überschrieben worden sein.

Migration, Expansion oder Reshape abgebrochen

Eine Kapazitätserweiterung oder RAID-Level-Migration wurde unterbrochen. Teile des Arrays folgen bereits der neuen Geometrie, andere noch der alten Struktur.

Dateisystem und Volume beschädigt

Btrfs, ext4, XFS, NTFS, ReFS, VMFS, LVM oder Storage Spaces können trotz korrekt rekonstruierter RAID-Geometrie zusätzliche logische Schäden enthalten.

Überspannung, Wasser oder Stromausfall

Mehrere Laufwerke, Controller und Backplane können gleichzeitig betroffen sein. Bei SSD-Arrays kommen beschädigte Controller, Firmware und degradierte NAND-Speicher hinzu.

Ransomware oder versehentliches Löschen

Das Array selbst funktioniert, aber Dateien, Snapshots oder Freigaben wurden verschlüsselt oder gelöscht. Dann müssen RAID, Dateisystem, Snapshots und Überschreibungszustand gemeinsam bewertet werden.

Welche NAS-, Server- und Storage-Systeme wir bearbeiten

Die technische Rekonstruktion orientiert sich an Metadaten und Datenstrukturen, nicht nur am Markennamen. Deshalb können auch Systeme bearbeitet werden, deren Originalcontroller, NAS-Gehäuse oder Betriebssystem nicht mehr startet.

Synology, QNAP, WD und Netgear

Linux-RAID mit mdadm, LVM, ext4 oder Btrfs, Synology SHR, QNAP Storage Pools, Thick-/Thin-Volumes und NAS-spezifische Metadaten.

TrueNAS, FreeNAS und ZFS

ZFS-Pools, Vdevs, RAID-Z, Mirrors, Dataset-Strukturen, Snapshots, beschädigte Labels und unterbrochene Resilver-Prozesse.

Hardware-RAID-Controller

Dell PERC, HPE Smart Array, LSI/Broadcom MegaRAID, Adaptec, Areca und weitere Controller mit eigenen Metadaten, Cache- und Paritätsverfahren.

Windows Server und Storage Spaces

NTFS, ReFS, Dynamic Disks, Storage Spaces, Storage Pools, virtuelle Datenträger sowie beschädigte oder nicht mehr eingebundene Volumes.

VMware und Hyper-V

VMFS-Datastores, VMDK, VHD, VHDX, Snapshots und virtuelle Server. Nach der RAID-Rekonstruktion werden Container und Dateisysteme zusätzlich geprüft.

Datenbanken und Unternehmensdaten

SQL-Datenbanken, Exchange-Daten, Warenwirtschaft, Projektverzeichnisse, Benutzerfreigaben, Backup-Archive und andere geschäftskritische Strukturen.

HDD-RAID und SSD-RAID benötigen unterschiedliche Verfahren

Die RAID-Geometrie ist nur eine Ebene. Vor der virtuellen Rekonstruktion muss jedes Mitglied so vollständig und stabil wie möglich gesichert werden. Dabei unterscheiden sich Festplatten und SSDs grundlegend.

RAID mit Festplatten

Bei HDDs stehen Mechanik, Oberfläche, Köpfe, Firmware und Lesestabilität im Mittelpunkt.

  • schwache oder ausgefallene Schreib-/Leseköpfe
  • Pending Sectors und instabile Oberflächenbereiche
  • Headcrash, Sturz- oder Stoßschäden
  • Firmware- und Translatorprobleme
  • kontrolliertes Imaging mit angepassten Timeouts
  • bei Bedarf Reinraum-Arbeitsplatz Klasse 100 (ISO 5)

RAID mit SSDs oder NVMe

Bei SSD-Arrays müssen Controller, Firmware, NAND-Zustand, Verschlüsselung und TRIM berücksichtigt werden.

  • nicht erkannte SATA-, SAS-, M.2- oder NVMe-SSDs
  • defekte Controller und Spannungsversorgung
  • beschädigte Firmware- oder Translatorstrukturen
  • stark degradierte NAND-Speicher mit Lesefehlern
  • Hardwareverschlüsselung und proprietäre Zuordnung
  • SSD-Einzelfälle je nach Schaden 400 bis 2.400 €

Wichtig bei gemischten Schäden: Bei einem RAID mit mehreren defekten Laufwerken wird nicht pauschal das gesamte Array gleich behandelt. Jedes Mitglied erhält eine Einzeldiagnose. Erst danach wird festgelegt, welche Laufwerke für die Rekonstruktion zwingend benötigt werden und in welcher Reihenfolge die Sicherung erfolgen muss.

So läuft eine professionelle RAID-Datenrettung im Labor ab

Das Ziel ist zunächst nicht, das originale NAS oder den Server wieder produktiv zu starten. Zuerst werden die Originaldatenträger dokumentiert, stabilisiert und gesichert. Die Rekonstruktion erfolgt anschließend auf Abbildern oder kontrollierten Arbeitskopien.

1

Annahme und Dokumentation

System, Laufwerksanzahl, Schachtpositionen, RAID-Level, Controller, Fehlermeldungen und bisherige Maßnahmen werden erfasst.

2

Einzeldiagnose

Jede HDD oder SSD wird getrennt auf Elektronik, Firmware, Mechanik, NAND, SMART-Werte und Lesestabilität geprüft.

3

Priorisierung der Mitglieder

Aktualität, Event Counter, Fehlerzustand und Bedeutung für Parität oder Spiegelung bestimmen die Reihenfolge der Sicherung.

4

Sektorgenaues Imaging

Von jedem benötigten Mitglied wird ein möglichst vollständiges Abbild erstellt. Instabile Bereiche werden kontrolliert und mehrfach gelesen.

5

RAID-Geometrie ermitteln

Disk Order, Stripe Size, Paritätsrotation, Offset, Metadaten und mögliche Mischzustände werden rekonstruiert.

6

Virtuelles Array aufbauen

Der Verbund wird read-only zusammengesetzt. Kandidaten werden gegen Dateisystemsignaturen und Konsistenz geprüft.

7

Dateisystem und Inhalte

Volumes, LVM, Btrfs, ZFS, NTFS, ReFS, VMFS, VMs, Datenbanken und Ordnerstrukturen werden ausgewertet.

8

Extraktion und Prüfung

Der verfügbare Datenbestand wird auf einen separaten Zieldatenträger extrahiert und technisch beziehungsweise stichprobenartig geprüft.

Anonymisierter Praxisfall: Synology Rack-NAS mit zehn Festplatten und vier Ausfällen

Dieser reale, anonymisierte Fall zeigt deutlich besser, warum RAID-Datenrettung weit über das Auslesen einer einzelnen Festplatte hinausgeht. Das rackmontierte Synology-NAS bestand aus zehn Festplatten und war mit doppelter Parität aufgebaut – technisch passend zu RAID 6 beziehungsweise Synology SHR-2.

Ausgangslage: Vier von zehn Laufwerken ausgefallen

Bei einem RAID 6 oder SHR-2 dürfen höchstens zwei Mitglieder vollständig fehlen. Für die Rekonstruktion eines Verbunds mit zehn Laufwerken werden deshalb mindestens acht ausreichend lesbare und zueinander passende Laufwerksabbilder benötigt. In diesem Fall waren jedoch vier Festplatten aus dem Verbund ausgefallen oder nicht mehr zuverlässig lesbar.

Festplatte mit Firmwarefehler und schwachen Köpfen

Eine der für die Rekonstruktion zwingend benötigten Festplatten hatte eine beschädigte Firmware und zusätzlich schwache Schreib-/Leseköpfe. Das Laufwerk wurde nur noch instabil erkannt und konnte nicht mit normalen Kopierverfahren ausgelesen werden.

Festplatte mit Headcrash

Eine weitere benötigte HDD hatte einen mechanischen Headcrash. Die Köpfe beziehungsweise Oberflächenbereiche waren beschädigt, sodass jeder unkontrollierte Start das Risiko weiterer Platter- und Lesekopfschäden erhöht hätte.

Technisches Vorgehen

Alle zehn Laufwerke wurden zunächst nach ihrer ursprünglichen Schachtposition dokumentiert und einzeln diagnostiziert. Die beiden kritischen Festplatten wurden getrennt stabilisiert und mit angepassten Leseverfahren beziehungsweise den erforderlichen mechanischen und Firmwarearbeiten gesichert. Ziel war nicht eine normale Reparatur der Festplatten, sondern die Gewinnung möglichst vollständiger sektorweiser Images.

Virtuelle RAID-Rekonstruktion

Nachdem insgesamt mindestens acht ausreichend verwertbare Laufwerksabbilder vorlagen, wurden Laufwerksreihenfolge, RAID-Geometrie, Parität, Offsets und Synology-Strukturen geprüft. Anschließend konnte der Verbund virtuell zusammengesetzt und der verfügbare Datenbestand aus dem rekonstruierten Volume extrahiert werden.

Ergebnis: Durch die gezielte Bearbeitung der beiden für die Mindestanzahl entscheidenden Laufwerke konnte die notwendige Basis von acht verwertbaren Mitgliedern hergestellt und das RAID erfolgreich rekonstruiert werden. Der Fall zeigt, dass bei RAID 6 oder SHR-2 nicht die Zahl der als „failed“ markierten Festplatten allein entscheidet, sondern wie viel jedes einzelne Laufwerk noch zur vollständigen Paritäts- und Datenrekonstruktion beitragen kann.

Virtuelle Maschinen, Datenbanken und komplexe Dateisysteme

Ein korrekt zusammengesetztes RAID ist nicht automatisch das Endergebnis. Häufig befinden sich darauf weitere technische Ebenen, die separat rekonstruiert oder geprüft werden müssen.

Virtuelle Maschinen

VMDK-, VHD-, VHDX- und Snapshot-Ketten können nach Storage-Ausfällen inkonsistent sein. Neben den Containerdateien wird geprüft, ob das darin enthaltene Dateisystem noch lesbar ist.

Datenbanken

SQL-, Exchange-, Warenwirtschafts- und andere Datenbankdateien können trotz vorhandener Datei intern beschädigt sein. Eine Dateiliste allein garantiert daher keine logische Konsistenz.

Btrfs und Snapshots

Bei Synology und QNAP können Btrfs-Metadaten, Subvolumes und Snapshots zusätzliche Wiederherstellungswege bieten, aber auch durch Rebuilds überschrieben worden sein.

ZFS und RAID-Z

ZFS verwendet Checksummen und Copy-on-Write. Die Integrität hängt von Pool-, Vdev- und Dataset-Strukturen sowie dem Zustand aller benötigten Mitglieder ab.

ReFS, Storage Spaces und LVM

Mehrere logische Ebenen können übereinanderliegen. Erst nach dem virtuellen RAID werden Pools, virtuelle Disks, Volumes und Dateisysteme zusammengesetzt.

Freigaben und Rechte

Das primäre Ziel ist die Rettung der Dateien und Ordner. Benutzerrechte, Freigabekonfigurationen oder Anwendungen lassen sich je nach System nicht immer vollständig übernehmen.

Was Sie jetzt tun sollten – und was Sie vermeiden müssen

Das sollten Sie tun

  • System kontrolliert herunterfahren, wenn kein aktuelles Backup vorhanden ist.
  • Jedes Laufwerk vor dem Ausbau eindeutig nach Schachtposition beschriften.
  • Fehlermeldungen, Screenshots und zeitlichen Ablauf dokumentieren.
  • Originalcontroller, NAS-Gehäuse und Netzteil aufbewahren.
  • Bei geschäftskritischen Daten vor weiteren Schritten telefonisch abstimmen.

Das sollten Sie vermeiden

  • Keinen Rebuild, Resync, Scrub, Repair oder Pool-Import mit Schreibzugriff starten.
  • Keine neue RAID-Konfiguration oder Initialisierung bestätigen.
  • Keine Laufwerke vertauschen oder einzeln im Betriebssystem einbinden.
  • Keine Dateisystemprüfung wie CHKDSK oder Reparaturfunktion ausführen.
  • Keine Recovery-Software direkt auf Originaldatenträgern verwenden.

Was kostet eine RAID-, NAS- oder Server-Datenrettung?

Für RAID-Systeme gibt es keinen seriösen Pauschalpreis pro Festplatte. Ein RAID 1 mit zwei stabil auslesbaren Laufwerken ist technisch nicht mit einem RAID 6 aus acht Datenträgern, mehreren physischen Defekten und beschädigten virtuellen Maschinen vergleichbar.

Kostenrahmen Individuell nach Analyse

für das gesamte System – abhängig von Laufwerken, Geometrie, Dateisystem und gewünschtem Ergebnis.

Geschäfts- und priorisierte RAID-/Serverfälle beginnen mit einer kostenpflichtigen technischen Analyse ab 250 €. Der spätere Kostenrahmen berücksichtigt Einzeldiagnose, notwendige HDD- oder SSD-Arbeiten, Imaging, RAID-Rekonstruktion, Dateisystem, virtuelle Maschinen, Datenbanken und Datenmenge.

Bei Beauftragung wird die Analyse vollständig auf den Rettungspreis angerechnet. Vor der Durchführung erhalten Sie entsprechend der gewählten Freigabe einen nachvollziehbaren Kostenrahmen für das gesamte System.

Anzahl der Laufwerke Diagnose und sektorweise Sicherung jedes für die Rekonstruktion benötigten Mitglieds.
Physische Defekte HDD-Köpfe, Oberflächen, Firmware oder SSD-Controller und degradierte NAND-Speicher.
RAID-Geometrie Disk Order, Stripe, Parität, Offset, Metadaten und mögliche Mischzustände.
Dateisystem Btrfs, ext4, XFS, NTFS, ReFS, ZFS, VMFS, LVM und weitere Storage-Ebenen.
VMs und Datenbanken Zusätzliche Rekonstruktion und Prüfung komplexer Container und Anwendungsdaten.
Vorherige Eingriffe Rebuilds, Neuinitialisierung, Überschreibung, vertauschte Laufwerke oder Reparaturversuche.

Preisliche Einordnung einzelner Laufwerksschäden: Logische HDD-Fälle liegen typischerweise zwischen 150 und 450 €, Elektronik- und Firmwarefälle zwischen 450 und 950 € und mechanische HDD-Schäden zwischen 800 und 2.400 €. Für SSD-Datenrettungen gilt je betroffenem SSD-Fall ein Rahmen von 400 bis 2.400 €. Hinzu kommt der systemabhängige Aufwand für die RAID-, Volume- und Dateisystemrekonstruktion.

Keine Daten – keine Datenrettungskosten gilt für die eigentliche Wiederherstellung. Eine beauftragte Analyse, Rückversand, Ersatzteile und ein benötigter Zieldatenträger bleiben ausgenommen. Die vollständigen Bedingungen finden Sie auf unserer Seite Datenrettung Kosten und Preise.

Häufige Fragen zur RAID-, NAS- und Server-Datenrettung

Mein NAS zeigt „degraded“ – soll ich einen Rebuild starten?

Ohne aktuelles und geprüftes Backup sollte kein automatischer Rebuild gestartet werden. Dabei werden alle verbliebenen Laufwerke dauerhaft gelesen und neue Paritäts- oder Spiegelinformationen geschrieben. Zeigt ein weiteres Laufwerk schwache Sektoren, kann der Rebuild abbrechen und zusätzliche Datenstrukturen überschreiben.

Brauchen Sie das komplette NAS oder nur die Laufwerke?

In vielen Fällen reichen alle Laufwerke, eindeutig nach Schachtposition beschriftet. Bei Hardware-RAID, proprietären Storage-Systemen, Cache-Problemen oder unklarer Konfiguration kann das komplette Gerät einschließlich Controller, Netzteil und Backplane hilfreich sein. Vor der Einsendung klären wir, was benötigt wird.

Kann ein RAID 5 mit zwei ausgefallenen Festplatten gerettet werden?

Das kann möglich sein, ist aber vom tatsächlichen Zustand beider Laufwerke und von nachfolgenden Schreibvorgängen abhängig. Eine als „failed“ markierte Platte ist nicht automatisch vollständig unlesbar. Häufig lassen sich noch relevante Bereiche sichern, die für die Paritätsrekonstruktion benötigt werden.

Was passiert, wenn die Laufwerksreihenfolge unbekannt ist?

Die Reihenfolge kann anhand von RAID-Metadaten, Event Countern, Dateisystemsignaturen, Paritätskonsistenz und typischen Datenstrukturen rekonstruiert werden. Das erhöht den Aufwand, ist aber nicht automatisch ein Ausschlusskriterium. Eine Beschriftung vor dem Ausbau bleibt dennoch wichtig.

Können virtuelle Maschinen und Datenbanken vollständig gerettet werden?

VM-Dateien, Datenbanken und Container können häufig extrahiert werden. Ob sie intern konsistent und direkt startfähig sind, hängt jedoch vom Überschreibungs- und Beschädigungsgrad ab. Deshalb unterscheiden wir zwischen vorhandener Datei, technisch lesbarem Container und logisch konsistentem Anwendungsbestand.

Rettet ihr auch SSD-RAID und NVMe-Arrays?

Ja. Bei SSD- und NVMe-Arrays werden zusätzlich Controller, Firmware, Hardwareverschlüsselung, TRIM, Translatorstrukturen und der Zustand der NAND-Speicher berücksichtigt. Ein einzelner komplexer SSD-Fall kann je nach Schaden zwischen 400 und 2.400 € liegen; die RAID-Rekonstruktion wird systembezogen kalkuliert.

Wie schnell kann ein geschäftskritischer Serverfall begonnen werden?

Geschäfts- und Serverfälle werden priorisiert bearbeitet. Der konkrete Beginn hängt von Laufwerksanzahl, Zustand, Dringlichkeit und notwendiger Laborarbeit ab. Bei zeitkritischen Ausfällen sollte der Fall vor Abgabe oder Versand telefonisch angekündigt werden.

Was kostet eine RAID-Datenrettung?

RAID-, NAS- und Serverfälle werden individuell nach der technischen Analyse kalkuliert. Firmen- und priorisierte Analysen beginnen ab 250 € und werden bei Beauftragung vollständig angerechnet. Der Gesamtpreis hängt unter anderem von Laufwerksanzahl, physischen Defekten, Imaging, RAID-Geometrie, Dateisystem, virtuellen Maschinen und Datenbanken ab.

RAID, NAS oder Server ausgefallen?

Keine weiteren Rebuilds oder Reparaturversuche starten. Wir prüfen die Laufwerke und rekonstruieren den Verbund kontrolliert im Labor.

Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr · Persönliche Abgabe ohne Termin · Bundesweite Einsendung möglich
Analyse, Rückversand, Ersatzteile und Zieldatenträger bleiben von „Keine Daten – keine Datenrettungskosten“ ausgenommen.